Einleitung

2G-Netze vor Abschaltung

Die 2G-Abschaltung in Deutschland wird konkret: Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica/O2 wollen ihre verbliebenen 2G-Netze im Laufe des Jahres 2028 weitgehend abschalten. Für Smartphones ist das meist kein Problem. Anders sieht es bei älteren GPS-Trackern, Ortungssystemen, Fahrzeug-Telematik und bestimmten vernetzten Fahrzeugfunktionen aus.


Wer noch Geräte einsetzt, die ausschließlich über 2G kommunizieren, sollte deshalb frühzeitig prüfen, ob eine Umstellung notwendig ist.


In diesem Artikel erklären wir, wann 2G in Deutschland abgeschaltet wird, welche GPS-Tracker und Fahrzeuge betroffen sind und welche Alternativen es für Fuhrparks und Fahrzeughalter gibt.

Stand September 2026

2G-Abschaltung in Deutschland: Das Wichtigste in Kürze

Die drei großen deutschen Mobilfunknetzbetreiber haben mittlerweile konkrete Pläne für das Ende von 2G veröffentlicht:


  • Deutsche Telekom: bis 30. Juni 2028
  • Vodafone: regulärer 2G-Service bis Ende September 2028
  • Telefónica/O2: schrittweise in der zweiten Jahreshälfte 2028, spätestens Ende 2028
  • 1&1: kein eigenes 2G-Netz; bei 2G über National Roaming ist insbesondere Vodafone relevant

Vodafone sieht für bestimmte kritische IoT-Anwendungen eine verlängerte Übergangsphase bis Ende 2030 vor. Diese ist jedoch kein allgemeiner Weiterbetrieb des 2G-Dienstes für alle Geräte.


Damit ist klar: Spätestens 2028 wird 2G für die meisten Anwendungen in Deutschland keine dauerhaft verfügbare Technologie mehr sein.


Für Unternehmen bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, vorhandene GPS-Tracker, Telematikgeräte und andere vernetzte Systeme zu inventarisieren.

Erklärung und Unterschiede

Was ist 2G beziehungsweise GSM?

2G ist die zweite Generation des Mobilfunks und wird häufig auch als GSM (Global System for Mobile Communications) bezeichnet. Der Standard wurde in Deutschland Anfang der 1990er-Jahre eingeführt und machte digitale Mobiltelefonie und SMS erstmals massentauglich.

Über Erweiterungen wie GPRS und EDGE konnten später auch Daten über das GSM-Netz übertragen werden.


Gerade diese Datenübertragung machte 2G über Jahrzehnte für zahlreiche Machine-to-Machine- und IoT-Anwendungen interessant. Dazu gehören beispielsweise:


  • GPS-Tracker und Fahrzeugortung
  • Alarm- und Sicherheitssysteme
  • Telematikgeräte
  • Smart Meter
  • Automaten und Zahlungssysteme
  • Fernüberwachung technischer Anlagen
  • industrielle Sensoren

Für solche Geräte waren keine hohen Datenraten notwendig. Entscheidend waren vielmehr eine große Netzabdeckung, robuste Kommunikation und ein vergleichsweise geringer Energieverbrauch.


Inzwischen stehen mit 4G und 5G deutlich leistungsfähigere und effizientere Mobilfunktechnologien zur Verfügung. Deutschland hat sein 3G-Netz bereits 2021 abgeschaltet. 2G ist damit das letzte verbliebene Mobilfunknetz der älteren Generationen.

Die Gründe

Warum wird das 2G-Netz abgeschaltet?

Mobilfunkfrequenzen sind begrenzt. Frequenzbereiche, die heute noch für 2G genutzt werden, können nach der Abschaltung für modernere Mobilfunktechnologien eingesetzt werden.


Die Bundesnetzagentur bezeichnet die Ablösung alter Technologien nach dem Ende ihres Lebenszyklus als notwendigen Schritt für eine effizientere Nutzung der verfügbaren Frequenzen.


Auch die Netzabdeckung mit modernen Technologien ist inzwischen weit fortgeschritten. Nach aktuellen Angaben der Bundesnetzagentur werden rund 97,8 Prozent der Fläche Deutschlands von mindestens einem Netzbetreiber mit 4G versorgt. Bei 5G sind es bereits rund 96,2 Prozent. Insgesamt verfügen mehr als 98 Prozent der Fläche über mobiles Breitband per 4G oder 5G.


Die Netzbetreiber wollen zudem Regionen, die bislang ausschließlich über 2G versorgt werden, vor der Abschaltung mit 4G oder 5G ausstatten.

Die Folgen

Was bedeutet die 2G-Abschaltung für GPS-Tracker?

Besonders relevant ist die Abschaltung für GPS-Tracker, die ausschließlich ein 2G-Modem besitzen. Dabei ist wichtig, zwischen GPS-Ortung und Datenübertragung zu unterscheiden.


Ein GPS-Tracker arbeitet grundsätzlich in mehreren Schritten:
GPS-Satelliten → GPS-Tracker → Mobilfunknetz → Server → App oder Online-Plattform


Die GPS- beziehungsweise GNSS-Technologie bestimmt zunächst die Position des Geräts. Anschließend muss der Tracker diese Koordinaten jedoch an einen Server übertragen. Dafür wird bei älteren Geräten häufig das 2G-Mobilfunknetz verwendet.


Wird 2G abgeschaltet, bedeutet das deshalb nicht zwangsläufig, dass der GPS-Chip keine Position mehr bestimmen kann. Das Problem ist vielmehr: Ein reiner 2G-Tracker kann seine Positionsdaten nicht mehr über das Mobilfunknetz übertragen.


Für den Nutzer wirkt das Ergebnis trotzdem ähnlich: Der aktuelle Standort erscheint nicht mehr in der App oder Plattform. Daher sollte man bei Nutzung von Ortungstechnologie prüfen, welche Mobilfunktechnologie im Gerät verbaut ist.

Checkliste

Ist mein GPS-Tracker von der 2G-Abschaltung betroffen?

Nicht jeder GPS-Tracker muss ausgetauscht werden. Entscheidend ist das verbaute Mobilfunkmodem. Prüfen Sie daher diese vier Punkte:


1. Modell und Datenblatt prüfen


Suchen Sie die Modellbezeichnung des Trackers und prüfen Sie das technische Datenblatt.


2. Nach Mobilfunkstandards suchen


Begriffe wie:


  • GSM
  • 2G
  • GPRS
  • EDGE

ohne zusätzliche Unterstützung für LTE oder 4G sprechen dafür, dass das Gerät von der Abschaltung betroffen sein könnte.


Stehen hingegen beispielsweise LTE, 4G, LTE-M oder andere moderne Mobilfunktechnologien im Datenblatt, ist das Gerät grundsätzlich besser für die Zeit nach der 2G-Abschaltung vorbereitet.


3. Anbieter kontaktieren


Insbesondere bei professionellen Telematiksystemen sollte der Anbieter bestätigen können, welche Gerätegeneration eingesetzt wird und ob ein Austausch notwendig ist.


4. Nicht nur die SIM-Karte prüfen


Häufig wird von einer „2G-SIM-Karte“ gesprochen. Technisch ist allerdings nicht nur die SIM-Karte entscheidend. Auch das verbaute Mobilfunkmodem, die Gerätesoftware, der Mobilfunkvertrag und die unterstützten Netztechnologien müssen zusammenpassen. Ein Austausch der SIM-Karte allein macht einen reinen 2G-Tracker deshalb nicht automatisch 4G-fähig.

Die Vorteile

Warum sich der Wechsel auf 4G jetzt lohnt

Auch wenn die deutschen 2G-Netze noch bis 2028 verfügbar sind, sollten Unternehmen mit dem Austausch betroffener Tracker nicht bis zur Abschaltung warten.


Insbesondere bei größeren Fuhrparks kann eine kurzfristige Umrüstung vieler Fahrzeuge zusätzlichen organisatorischen Aufwand verursachen. Werden die vorhandenen Systeme dagegen frühzeitig geprüft, lässt sich der Wechsel schrittweise mit Wartungsterminen, Fahrzeugwechseln oder anderen Arbeiten am Fuhrpark verbinden.


Moderne 4G-Tracker bieten dabei nicht nur eine Lösung für die bevorstehende 2G-Abschaltung. Sie schaffen gleichzeitig eine langfristige Grundlage für zuverlässige Fahrzeugortung und weitere Telematikfunktionen.


Je nach eingesetztem System können dazu beispielsweise gehören:


  • zuverlässige Fahrzeugortung über moderne Mobilfunknetze
  • Live- beziehungsweise Echtzeit-Ortung
  • Geofencing und Bereichsalarme
  • Manipulations- und Bewegungsalarme
  • Fahrten- und Standortinformationen
  • Anbindung an zentrale Plattformen und Apps
  • internationale Nutzung abhängig von Netzabdeckung und Tarif

Damit bleibt die Fahrzeugortung auch nach dem Ende des deutschen 2G-Netzes einsatzfähig.

Zukunftssicher mit Moving Intelligence

4G GPS-Tracking-Lösungen

Moving Intelligence setzt bei aktuellen Ortungslösungen auf 4G-fähige Technologie. Damit können Unternehmen ihre Fahrzeugortung rechtzeitig auf die Zeit nach der 2G-Abschaltung vorbereiten.


Der Vorteil: Bestehende Funktionen zur Ortung und Überwachung der Fahrzeuge können weiterhin genutzt werden, ohne dass die Abschaltung des alten 2G-Netzes zu einem plötzlichen Ausfall der Datenübertragung führt.


Je nach Anwendung stehen Lösungen für unterschiedliche Anforderungen zur Verfügung – von der klassischen Fahrzeugortung und dem Flottenmanagement bis hin zu Sicherheits- und Diebstahlschutzlösungen.


Für Unternehmen bedeutet die frühzeitige Umstellung vor allem:


  • Planungssicherheit: Der Austausch kann rechtzeitig vor 2028 durchgeführt werden.
  • Keine Unterbrechung der Ortung: Fahrzeuge bleiben auch nach der 2G-Abschaltung erreichbar.
  • Moderne Mobilfunktechnologie: 4G bildet eine langfristigere Grundlage für professionelle Telematikanwendungen.
  • Schrittweise Migration: Bestehende 2G-Geräte können kontrolliert und nach Bedarf ersetzt werden.
  • Persönliche Beratung: Moving Intelligence kann prüfen, welche bestehenden Module betroffen sind und welche Nachfolgelösung zum jeweiligen Einsatz passt.
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Sicherheit für Fahrzeuge aller Art

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Der Mi01 GPS Peilsender ist die ideale Lösung für Fahrzeugbesitzer, die Wert auf kompakte und zuverlässige Ortungstechnologie legen. Dieses wasserdichte und drahtlose Gerät bietet eine einfache Möglichkeit, den Standort von Autos, Motorrädern, Wohnmobilen oder Booten täglich zu überwachen. Besonders für den Diebstahlschutz überzeugt der Mi01 durch seinen einzigartigen Recovery-Service!

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Die Sicherheit kann durch die MiBlock Wegfahrsperre erweitert werden. Diese elektronische Sperre unterbricht den Stromkreis des Fahrzeugs und verhindert unbefugtes Starten. Sie kann bequem über die MiApp aktiviert und gesteuert werden.

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FAQ

Was Sie sonst noch zum GPS-Tracking per 2G wissen sollten:

Was passiert mit meiner 2G-SIM-Karte nach der Abschaltung?

Wird 3G auch abgeschaltet?

Was ist schneller: 4G oder LTE?

Was ist der Unterschied zwischen 4G und 5G?

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